Samstag, 21. Juni 2014

Die verbotene Sauce (aka Chimichurri)

Jetzt ist sie im Kühlschrank, in einem luftdichten verschlossenen Behälter, seit mindestens einer Woche. Mindestens ein Mal am Tag mache ich den Behälter auf und rieche daran...immer noch köstlich. Aber es ist die "verbotene Sauce", die, die ich nicht essen darf, weil Kathrin sagt, dass man mir danach für 3 Tage nicht nahe kommen kann. 

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Knoblauch, Zwiebel, Paprika und Petersilie, sehr viel Petersilie. Das ist meine Version von Chimichurri, die berühmte argentinische Sauce, die man zu gegrilltem Fleisch serviert.

Die verbotene Sauce (aka Chimichurri)

1 Bund Petersilie
1/4 Zwiebel
1/4 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
1 EL weißer Essig
4 EL Olivenöl
Salz 

alternativ auch mit Oregano, Thymian, Lorbeerblätter, ich mag es aber lieber ohne.

Petersilie waschen, trocknen und mit Zwiebel, Knoblauch und Paprika fein hacken. 

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Essig und Olivenöl gut verrühren. Dann in einen Glasbehäter geben und soviel Olivenöl zugeben, bis sie ganz bedeckt ist. Behälter gut verschließen und eine Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Nach Geschmack salzen. Sie hält sich für 10 Tage im Kühlschrank und wird von Tag zu Tag besser :-)

Mittwoch, 26. März 2014

Gurkensalat mit Sesam und Honig

Ich bin kein großer Gurkenfan, ich stehe damit in unserer Familie allerdings alleine da. Otto und Kathrin, als gute Deutsche, verschlingen Gurken regelrecht, deshalb kaufe ich sie, wenn ich sie auf dem Markt finde. 

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Wie es mir dann so oft passiert weil ich zu enthusiastisch bin und ich die Produkte so schön finde, kaufe ich zu viele. Dann stehe ich plötzlich daheim vor einem Kühlschrank voller Gurken. Gurken, die die beiden Liebhaber dann nicht alle aufessen können - es sind einfach zu viele. Was mache ich also... ich muss versuchen etwas zu finden, das sie mir schmackhaft machen....

Ich suche hier Rezepte, ich suche dort Rezepte... überall Kochbücher (oje, bloß keine Rezepte online suchen)... Endlich, das ist es, das richtige Rezept! Ottolenghi, Das Kochbuch, das mir meine Liebe Freundin Steffi von Dolcilicious geschenkt hat.

Es beinhaltet lauter Zutaten, die ich gerne mag, Essig, Sesam (im Originalrezept sind es ehrlich gesagt Mohnsamen), Honig, und eben Gurken.

Gurkensalat mit Sesam und Honig ( AKA Gurkensalat mit Mohn von Ottolenghi)

für 2 Personen
2 kleine Gurken
Koriander blätter
1EL Reisessig oder Balsamico-Essig (weiß)
2EL Olivenöl (mildes) 
2TL Weißer Sesam geröstet
2TL Hoing
Salz, Pfeffer

Die Gurken in dünne Scheiben schneiden. Essig, Honig, Sesam gut vermengen und mit der Gurke und den übrigen Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.
Fertig.
Schnell, lecker, frisch.

Sonntag, 09. Februar 2014

Griebenschmalz Focaccia (aka Schiacciata con i Ciccioli)

In Winter neige ich dazu zu viel Fleisch zu kaufen. Immer wenn ich heim kommen, fällt mir auf, wie viel ich gekauft habe, Gulasch, Steaks, Schweinebraten, Leberknödel, Wurst, Speck und Schmalz. Jeder Art von Schmalz, Griebenschmalz mit und ohne Apfel, Gänseschmalz, pure Schmalz.

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Wie gut schmeckt eine Scheibe Brot mit Griebenschmalz und etwas Salz! Fast so gut wie die Schiacciata mit Griebenschmalz.

Als ich klein war war es in unser Familie Tradition ein Schein zu schlachten, unser Schwein. Ein Teil des Fetts wurde stundenlang auf dem Ofen gekocht. Anschließend wurde es dann durch ein Sieb gegossen, was übrig blieb, waren die sogenannten "ciccioli". Einen Großteil haben wir Kinder schnell heimlich gegessen. Das Wenigem das meine Mutter retten konnte, wurde in der Schiacciata verarbeitet.

Weich, schmackhaft, fettig, meinen Lieblingsversion, so gut un nachgefragt, dass die beim Bäcker immer als erstes ausverkauft war, man bekam nichts mehr, wenn man nicht vor 8 Uhr dort war.

Griebenschmalz Focaccia

500g Mehl 405
1 Würfel Hefe
300ml Wasser lauwarm
2 Tl Olivel Öl
200g  Griebenschmalz

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine große Schüssel geben, Öl dazu geben, dann nach und nach das Wasser zugeben und mit einer Gabel umrühren bis das Mehl das Wasser aufgenommen hat. Wenn der Teig euch zu weich erscheint, gebt etwas mehr Mehl dazu. Dann ca. 10 Minuten kräftig durchkneten.

Eine Kugel formen und mit reichlich Mehl bestäuben, mit einem Messer ein Kreuz ritzen und mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Nach dem Gehen lassen den Ofen auf 220°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). Den Griebenschmalz zum Teig geben und 2 Minuten gut durchkneten. Den Teig in 2 Hälften teilen und jeweils auf einem Blech ausrollen (oder einfach mit den Händen flach drücken). Auf dem Blech nochmals 10 Minuten gehen lassen, dann in den Ofen geben und 20 Minuten backen, bis die Schiacciata leicht goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, leicht salzen und dann noch heiß, am besten ganz heiß, servieren.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Profumo di Toscana

Es ist immer schön Leute zum Essen einzuladen, für sie zu kochen und sie nach den ersten Bissen sagen zu hören: "....ausgezeichnet... das schmeckt nach Toskana...". Das ist mir schon öfter passiert und ich freue mich immer wieder es zu hören.

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Der Geschmack oder auch Duft der Toskana ist eine Mischung aus Meer - und Landaromen, wie eigentlich in ganz Italien. Und das ist auch der Grund, warum man den typischen Geschmack sowohl in Fisch- und Fleischgerichten und auch in Gemüsebeilagen wiederfindet. Einfach überall. 

Das Rezept für den toskanischen Geschmack ist einfach und nicht einzigartig. Es gibt viele verschiedene Variationen, so viele, wie es Dörfer in der Toskana gibt, in dem man die Gewürzmischung kaufen kann.
Jeder hat seinen eigenen Touch, sein Geheimnis. Das Rezept, das ich euch gebe, stammt von meiner Schwester. Diese Version könnt ihr nirgends kaufen.

Profumo di Toscana

ein Zweig Rosmarin
ein Zweig Salbei
ein Zweig Thymian
eine Chilischote
2 Tl Pfeffer
Salz

Blätter von Rosmarin, Thymian und Salbei vom Zweig entfernen. Mit einem Wiegemesser die Blätter mit einer Chilischote klein hacken. Nicht zu groß, nicht zu klein. Alles in einen Behälter füllen, dann Pfeffer zugeben und dann mit der gleichen Menge Salz auffüllen. Gut durchmischen und an einem trockenen Ort aufbewahren.

Man kann mit der Mischung alles würzen, von Ofenkartoffeln und Schweinebraten bis zum Süß- oder Salzwasserfisch. Hervorragend passt es zum Beispiel zum Saiblingsfilet, eins unser wöchentlicher Gerichte.

Samstag, 21. Dezember 2013

Winterpostelein und Asiasalat

Feldsalat, Chicorée, Chinakohlsalat - das sind so die Stereotypen der winterlichen Öko-Welt. Zum Glück gibt es auf dem Markt inzwischen neue alte Salatsorten, zum einen, weil es neue Trends gibt, zum anderen, weil auch die Verkäufer es leid waren für 6 Monate im Jahr die immergleichen Sorten zu verkaufen.

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Zwei Beispiele für diese neuen alten Sorten sind der Asia Salat (von manchen auch Wildkräuter genannt) und der Winterpostelein (oder auch einfach Postelein).

Dieses Jahr ist darum die Mischung Winterpostelein/Asia Salat mit Ziegencamembert in unseren wöchentlichen Speiseplan aufgenommen worden. Das, was wir normalerweise essen, ist etwas reichhaltiger als das unten vorgestellte Rezept.Wenn man also etwas mehr als einen Zwischengang möchte, dann reicht es, einen größeren Käse, einen klein geschnittenen Apfel, zwei Scheiben Brot mit Frischkäse und geräucherten Rinderschinken dazu zu geben, und schon hat man ein komplettes Abendessen.

Die Version aus dem weihnachtlichen Menü ist maßvoller und lässt sich auch deutlich schneller zubereiten.

Winterpostelein/Asiasalat mit Ziegenfeta-/Ziegenfrischkäse-Pralinen, Alfaalfasprossen und Rosinen

Zutaten für 6 Personen:

100g Winterpostelein
100g Asia-Salat
200g Ziegenfeta
200g Ziegenfrischkäse
Geröstete Sesamkerne
1 Glass Alfalfasprossen
1 Glass gewaschene Rosinen
Olivenöl, mild
Balsamico-Essig, mild
Salz

Vor dem Essen

Salat vorsichtig waschen, auf einem Tuch trocknen lassen.

Ziegenfrischkäsepralinen zubereiten: Dazu 12 kleine Frischkäse-Kügelchen mit der Hand formen, in geröstetem Sesam rollen bis sie vollständig bedeckt sind.

Ziegenfetapralinen zubereiten: Dazu Feta in ca. 1 cm große Würfel schneiden, leicht in Mehl wenden.

Pralinen in den Kühlschrank stellen, Rosinen in einem Glas mit kaltem Wasser einweichen.

5 Minuten bevor der Salat serviert wird.

Die Alfalfasprossen auf den Tellern verteilen und die Rosinen dazu geben. Salat darauf anrichten und mit geröstetem Sesam bestreuen.

Olivenöl in einer Teflon-Pfanne erhitzen. Feta-Pralinen von einer Seite gut anbraten, dann mit einer Silikon-Schaber vorsichtig zusammenschieben, damit der Feta nicht zerläuft (vorher einmal ausprobieren, es ist nicht schwierig, aber man braucht doch etwas Übung), nach 2 Minuten wenden.

Feta-Pralinen und Frischkäse-Pralinen auf den Salat geben, dann den Salat mit etwas Öl, Essig und Salz anmachen.

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