Samstag, 21. Juni 2014

Die verbotene Sauce (aka Chimichurri)

Jetzt ist sie im Kühlschrank, in einem luftdichten verschlossenen Behälter, seit mindestens einer Woche. Mindestens ein Mal am Tag mache ich den Behälter auf und rieche daran...immer noch köstlich. Aber es ist die "verbotene Sauce", die, die ich nicht essen darf, weil Kathrin sagt, dass man mir danach für 3 Tage nicht nahe kommen kann. 

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Knoblauch, Zwiebel, Paprika und Petersilie, sehr viel Petersilie. Das ist meine Version von Chimichurri, die berühmte argentinische Sauce, die man zu gegrilltem Fleisch serviert.

Die verbotene Sauce (aka Chimichurri)

1 Bund Petersilie
1/4 Zwiebel
1/4 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
1 EL weißer Essig
4 EL Olivenöl
Salz 

alternativ auch mit Oregano, Thymian, Lorbeerblätter, ich mag es aber lieber ohne.

Petersilie waschen, trocknen und mit Zwiebel, Knoblauch und Paprika fein hacken. 

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Essig und Olivenöl gut verrühren. Dann in einen Glasbehäter geben und soviel Olivenöl zugeben, bis sie ganz bedeckt ist. Behälter gut verschließen und eine Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Nach Geschmack salzen. Sie hält sich für 10 Tage im Kühlschrank und wird von Tag zu Tag besser :-)

Sonntag, 27. April 2014

Zuccherini und Berlingozzi

"Die gekochten Mama, ich will die gekochten...", das ist eine der Sätze meiner Kindheit, an die ich mich erinnere.
Ostern stand vor der Tür, meine Mutter wurde immer aufgeregter und ich mit ihr. Wir mussten Panina, Zuccherini, Berlingozzi und harte Eier, viele harte Eier vorbereiten. Es war fast eine industrielle Produktion bei so einer großen Familie und noch größeren Essern (allein mein Bruder konnte 10 Eier essen). Wenn alle kamen waren wir manchmal zu 50st. 

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Meine Lieblingsspeise waren die Berlingozzi. Ein sehr schwieriges Wort für ein Kind, deshalb nannte ich sie einfach "die Gekochten". Meine Mutter gab mir heimlich schon immer welche ein paar Tage vor Ostern, zum großen Ärger meiner Schwester, denn sie bekam nie eins auch wenn sie bei der Vorbereitung der Berlingozzi geholfen hatte (meine Schwester ist 14 Jahre älter!). Ich hatte das Privileg des Nesthäckchens.

An Ostern wurde dann alles gegessen. Alle saßen um den riesigen Tisch, zumindest in meinen Augen war alles riesig und unglaublich viel.

Ich habe immer noch den Geschmack der Panina im Kopf, mit Safran und Rosinen, ein bisschen salzig so dass die hervorragend zu den harten Eiern passt. Und auch den Geschmack von Alchermes, ein typischer Likör aus Florenz, in den meine Mutter die Zuccherini eintunkte, vielleicht hätte ich ihn als Kind gar nicht probieren dürfen, aber es war Ostern, ein großes Fest!

Zuccherini (12 Stücke)

Mehl

3 Eier
3 EL Zucker 
Mehl 
1 EL anis
120 gr Butter
3 TL Vinsanto (Passito, süße wein)
1 EL Backhefe
Wasser
Zucker für die guarniture 

Butter langsam schmelzen lassen, Anis im Vinsanto einweichen. 

Eier und Zucker schaumig schlagen, dann die geschmolzene Butter und den Anis dazu geben und gut rühren. Dann muss man ein bisschen seiner Intuition folgen, ca. 8 EL Mehl dazu geben und alles zu einem Teig vermischen. Der Teig soll weich aber knetbar sein. Gebt also einen EL Mehl nach dem anderen dazu, bis der Teig die gewünschte Konsistenz erreicht. Meine Mutter sagt, es ist unmöglich die genaue Menge Mehl zu sagen....
Dann den Teig zu einer Schlange rollen (ca. 2 ca Durchmesser) und dann daraus Ringe formen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen.
Im Ofen (Ober-/Unterhitze)  20-25 Minuten backen, 180 Grad. Sie sollten nicht zu braun werden. mit einem Zahnstocher kann man gut sehen, ob sie fertig sind, außen knusprig, innen weich aber nicht mehr nass.
10 Minuten abkühlen lassen.
In einen tiefen Teller 4 EL Wasser und 1 EL Vinsanto geben. Die Zuccherini mit der Oberseite darin eintauchen und dann in Zucker geben. Nicht sofort essen.

Berlingozzi  (12 Stücke)

2 Eier
4 EL Mehl
1/2 Glas Rapsöl
2 EL Zucker
2 EL Anis
1 Prise Salz

Der Prozess ist derselbe wie bei den Zuccherini, nur die Zutaten und die Kochweise sind ein bisschen anders.

Eier mit Zucker zu einer cremigen Masse verarbeiten, dann Öl und Anis zufügen und alles gut verrühren. Wie bei den Zuccherini das Mehl zugeben bis der Teig die richtige Konsistenz hat. 

Ein einem Topf (nur zur Hälfte gefüllt) das Wasser zu kochen bringen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Aus dem Teig Ringe formen und jeweils zwei ins Wasser geben, es soll sehr heiß sein aber nicht kochen. Sie sind fertig, sobald sie an der berfläche schwimmen. Nur Geduld, früher oder später schwimmen sie alle. Dann auf des mit Backpapier ausgelegt Blech legen. Für ca 20-25 Minuten backen. Wie die Zuccherini sollen sie ein bisschen Farbe bekommen aber nicht zu dunkel werden.

Mittwoch, 26. März 2014

Gurkensalat mit Sesam und Honig

Ich bin kein großer Gurkenfan, ich stehe damit in unserer Familie allerdings alleine da. Otto und Kathrin, als gute Deutsche, verschlingen Gurken regelrecht, deshalb kaufe ich sie, wenn ich sie auf dem Markt finde. 

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Wie es mir dann so oft passiert weil ich zu enthusiastisch bin und ich die Produkte so schön finde, kaufe ich zu viele. Dann stehe ich plötzlich daheim vor einem Kühlschrank voller Gurken. Gurken, die die beiden Liebhaber dann nicht alle aufessen können - es sind einfach zu viele. Was mache ich also... ich muss versuchen etwas zu finden, das sie mir schmackhaft machen....

Ich suche hier Rezepte, ich suche dort Rezepte... überall Kochbücher (oje, bloß keine Rezepte online suchen)... Endlich, das ist es, das richtige Rezept! Ottolenghi, Das Kochbuch, das mir meine Liebe Freundin Steffi von Dolcilicious geschenkt hat.

Es beinhaltet lauter Zutaten, die ich gerne mag, Essig, Sesam (im Originalrezept sind es ehrlich gesagt Mohnsamen), Honig, und eben Gurken.

Gurkensalat mit Sesam und Honig ( AKA Gurkensalat mit Mohn von Ottolenghi)

für 2 Personen
2 kleine Gurken
Koriander blätter
1EL Reisessig oder Balsamico-Essig (weiß)
2EL Olivenöl (mildes) 
2TL Weißer Sesam geröstet
2TL Hoing
Salz, Pfeffer

Die Gurken in dünne Scheiben schneiden. Essig, Honig, Sesam gut vermengen und mit der Gurke und den übrigen Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.
Fertig.
Schnell, lecker, frisch.

Sonntag, 09. Februar 2014

Griebenschmalz Focaccia (aka Schiacciata con i Ciccioli)

In Winter neige ich dazu zu viel Fleisch zu kaufen. Immer wenn ich heim kommen, fällt mir auf, wie viel ich gekauft habe, Gulasch, Steaks, Schweinebraten, Leberknödel, Wurst, Speck und Schmalz. Jeder Art von Schmalz, Griebenschmalz mit und ohne Apfel, Gänseschmalz, pure Schmalz.

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Wie gut schmeckt eine Scheibe Brot mit Griebenschmalz und etwas Salz! Fast so gut wie die Schiacciata mit Griebenschmalz.

Als ich klein war war es in unser Familie Tradition ein Schein zu schlachten, unser Schwein. Ein Teil des Fetts wurde stundenlang auf dem Ofen gekocht. Anschließend wurde es dann durch ein Sieb gegossen, was übrig blieb, waren die sogenannten "ciccioli". Einen Großteil haben wir Kinder schnell heimlich gegessen. Das Wenigem das meine Mutter retten konnte, wurde in der Schiacciata verarbeitet.

Weich, schmackhaft, fettig, meinen Lieblingsversion, so gut un nachgefragt, dass die beim Bäcker immer als erstes ausverkauft war, man bekam nichts mehr, wenn man nicht vor 8 Uhr dort war.

Griebenschmalz Focaccia

500g Mehl 405
1 Würfel Hefe
300ml Wasser lauwarm
2 Tl Olivel Öl
200g  Griebenschmalz

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine große Schüssel geben, Öl dazu geben, dann nach und nach das Wasser zugeben und mit einer Gabel umrühren bis das Mehl das Wasser aufgenommen hat. Wenn der Teig euch zu weich erscheint, gebt etwas mehr Mehl dazu. Dann ca. 10 Minuten kräftig durchkneten.

Eine Kugel formen und mit reichlich Mehl bestäuben, mit einem Messer ein Kreuz ritzen und mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Nach dem Gehen lassen den Ofen auf 220°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). Den Griebenschmalz zum Teig geben und 2 Minuten gut durchkneten. Den Teig in 2 Hälften teilen und jeweils auf einem Blech ausrollen (oder einfach mit den Händen flach drücken). Auf dem Blech nochmals 10 Minuten gehen lassen, dann in den Ofen geben und 20 Minuten backen, bis die Schiacciata leicht goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, leicht salzen und dann noch heiß, am besten ganz heiß, servieren.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Profumo di Toscana

Es ist immer schön Leute zum Essen einzuladen, für sie zu kochen und sie nach den ersten Bissen sagen zu hören: "....ausgezeichnet... das schmeckt nach Toskana...". Das ist mir schon öfter passiert und ich freue mich immer wieder es zu hören.

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Der Geschmack oder auch Duft der Toskana ist eine Mischung aus Meer - und Landaromen, wie eigentlich in ganz Italien. Und das ist auch der Grund, warum man den typischen Geschmack sowohl in Fisch- und Fleischgerichten und auch in Gemüsebeilagen wiederfindet. Einfach überall. 

Das Rezept für den toskanischen Geschmack ist einfach und nicht einzigartig. Es gibt viele verschiedene Variationen, so viele, wie es Dörfer in der Toskana gibt, in dem man die Gewürzmischung kaufen kann.
Jeder hat seinen eigenen Touch, sein Geheimnis. Das Rezept, das ich euch gebe, stammt von meiner Schwester. Diese Version könnt ihr nirgends kaufen.

Profumo di Toscana

ein Zweig Rosmarin
ein Zweig Salbei
ein Zweig Thymian
eine Chilischote
2 Tl Pfeffer
Salz

Blätter von Rosmarin, Thymian und Salbei vom Zweig entfernen. Mit einem Wiegemesser die Blätter mit einer Chilischote klein hacken. Nicht zu groß, nicht zu klein. Alles in einen Behälter füllen, dann Pfeffer zugeben und dann mit der gleichen Menge Salz auffüllen. Gut durchmischen und an einem trockenen Ort aufbewahren.

Man kann mit der Mischung alles würzen, von Ofenkartoffeln und Schweinebraten bis zum Süß- oder Salzwasserfisch. Hervorragend passt es zum Beispiel zum Saiblingsfilet, eins unser wöchentlicher Gerichte.

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